Erstes Seminar in 2026
- Siggi

- 23. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Feb.
Seminar „Schatten der Vergangenheit“ – Ein Wochenende der Reflexion und des gemeinsamen Wachsens
Vom 20. bis 22. Februar 2026 fand in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach das Seminar „Schatten der Vergangenheit“ statt. Insgesamt 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an diesem intensiven und bewegenden Wochenende teil, das ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte stand.
Nach der Anreise und dem gemeinsamen Abendessen am Freitag begrüßte Seminarleiterin Edith Bald-Priebsch die Gruppe und stellte den zeitlichen Ablauf vor. Referentin Birgit Ruland, Diplom-Pädagogin und Heilpraktikerin für Psychotherapie, eröffnete anschließend die erste Gesprächsrunde. Dabei wurde deutlich, dass viele Teilnehmende mit Freude, aber auch mit einer gewissen Unsicherheit in das Seminar gestartet waren – ein Gefühl, das sich im Laufe des Wochenendes zunehmend in Offenheit und Vertrauen wandelte.
Ein zentraler Bestandteil des Seminars war die Arbeit mit der biografischen Spiegelung nach Gudrun Burkhard.

Dieses Konzept half den Teilnehmenden, ihre eigene Vergangenheit besser zu verstehen und einzuordnen.
Besonders am Samstag standen die Lebensgeschichten im Mittelpunkt. Viele Biografien reichten bis in die Kindheit zurück und waren geprägt von schwierigen familiären Situationen, fehlender emotionaler Nähe oder belastenden Erfahrungen wie häuslicher Gewalt und Sucht im Elternhaus. Gleichzeitig wurden auch positive Kindheitserinnerungen geteilt – Berichte von Geborgenheit, Fürsorge und schönen Momenten.
In den Erzählungen zeigte sich immer wieder, wie sehr sich die individuellen Lebenswege in bestimmten Erfahrungen ähneln. Dies löste bei vielen große Empathie und gegenseitiges Verständnis aus. Die Offenheit innerhalb der Gruppe schuf eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich die Teilnehmenden angenommen und verstanden fühlten.
Am Samstagabend lud die Referentin zu einer Fantasiereise ein, die zur inneren Ruhe und Meditation beitrug. Im Anschluss setzten sich die Teilnehmenden kreativ mit der Frage auseinander: „Was gibt uns Licht?“

Die Ergebnisse konnten schriftlich oder bildlich festgehalten werden und eröffneten neue, hoffnungsvolle Perspektiven.
Der Sonntag stand nochmals im Zeichen der Auseinandersetzung mit den „schattigen“ Seiten der Biografien, bevor in einer abschließenden Runde bewusst die Lichtblicke in den Fokus gerückt wurden. Viele berichteten von positiven Entwicklungen der letzten Jahre, von Stabilität, persönlichem Wachstum und der Kraft eines suchtfreien Lebens. Diese Abschlussrunde war geprägt von Dankbarkeit, Zuversicht und gegenseitiger Ermutigung.
Neben den inhaltlichen Impulsen wurde auch die Gemeinschaft als besonders wertvoll erlebt. Die Verpflegung im Seminarhaus war wieder sehr gut und reichlich, und trotz kleiner organisatorischer Anpassungen (der Samstag-Vormittag Kaffee wurde gestrichen, Edith versorgte uns stattdessen mit leckeren Keksen und Obst), wurde stets für das Wohl der Gruppe gesorgt.
Das Seminar zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit für ein stabiles und abstinentes Leben ist. Die bewusste Reflexion der eigenen Geschichte kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, Belastendes zu verarbeiten und neue Kraft für den weiteren Lebensweg zu schöpfen.
Mit vielen neuen Erkenntnissen, gestärktem Zusammenhalt und hoffnungsvollen „Lichtblicken“ traten die Teilnehmenden nach dem gemeinsamen Mittagessen am Sonntag die Heimreise an.

Edith überreicht Birgit ein Gesteck als Dank für das gelungene Seminar Bericht: Siegfried Gläser, Bad Neustadt 1






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